Digitale Klasse

„Unsere Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts“

MEDIEN: Elternfortbildung zum Thema „Soziale Medien“ – Gefahren und Chancen für die Gesellschaft

Donald Trump twittert, Arnold Schuler tut es auch. Soziale Medien sind längst allgegenwärtig und aus Politik, Wirtschaft und sozialem Leben nicht mehr wegzudenken. „Ein zu wichtiges Thema, dem sich die Schule zu stellen hat“,  sagte Direktor Franz Josef Oberstaller am Donnerstagabend bei Eröffnung des heurigen Fortbildungsschwerpunkts der Eltern am Realgymnasium und der Technologischen Fachoberschule Meran.

„Das Netz vergisst nicht, einmal im Netz, immer im Netz!“, ist weitläufig bekannt. Und trotzdem würden wir immer noch recht blauäugig mit dem neuen Medium Internet umgehen, weiß Francesco Campisi. Der Inspektor der Post- und Kommunikationspolizei ist seit Jahren Südtirol weit unterwegs, wenn es um das Thema Gefahren im Netz geht. Und die Beispiele von Cybermobbing, Sexting, Betrug und Pädophilie gehen ihm auch nicht aus.

Von den Schwierigkeiten, wenn es um Erziehungsfragen im Umgang mit Smartphone und Computer geht, wissen die Eltern ein Lied zu singen. Mit welchem Alter kann ein Kind ein Smartphone haben? Wie weit sollen bzw. müssen Eltern ihre Kinder kontrollieren?  Wissen Eltern Bescheid, was ihre Kinder online machen? Dass es auf solche schwierigen Fragen keine Patentrezepte gibt, wurde auf dem Elternabend bald schon klar. Eigenverantwortung sei gefragt und Vorbildfunktion vonnöten, lautete das Resümee des Abends. Regeln aufzustellen und offline-Zeiten einzuplanen, rät Alex Trojer, der an der Schule die Digitalisierung koordiniert, den Eltern. Hin und wieder nachzufragen und auch zu kontrollieren, was auf dem Bildschirm läuft, darum würden Eltern nicht herumkommen.

Dass die Faszination für Facebook, WhatsApp, Snapchat mit Sehnsüchten zusammenhänge, erläuterte Marco Dalbosco. „Vielleicht geht es bei der Begeisterung für die neuen sozialen Medien auch um die Suche nach dem eigenen Ich, nach authentischem Leben und Bestätigung“, erklärt sich der Sprachenprofessor deren Erfolg bei allen Generationen. 

Dass die Grenze zwischen realer und digitaler Welt sehr schnell verwische und die Gefahr des Missbrauchs immer präsent sei, darauf verwies Michele Cincelli. „Denn unsere Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts, wie der aktuelle Skandal um Facebook beweist“, meinte der Inspektor der  Post- und Kommunikationspolizei. Umso wichtiger sei gesetzlicher Datenschutz und der verantwortungsvolle Umgang damit im öffentlichen Leben, erklärte Daniel Karasini in einem Kurzvortrag den Eltern. Der TFO-Schüler hatte sich intensiv mit der Frage um unsere Privacy auseinandergesetzt. „Cookies sind keine Kekse, sondern Programme, die so einiges über uns herauszufinden versuchen“, erklärte er und warnte die Eltern vor einem zu sorglosen Umgang mit den eigenen persönlichen Daten im weltweiten Netz. (Text: Josef Prantl, Fotos: Franz Josef Oberstaller und Josef Prantl)

Raika Algund spendet Notebooks für den digitalen Unterricht

Die Digitalisierung des Unterrichts bietet viele Chancen. Mit Videos können Schüler individueller lernen, digitale Schulbücher bieten neue Möglichkeiten zur Wissensvermittlung, Team- und Gruppenarbeiten werden über die Cloud einfacher und spannend, das digitale Klassenbuch fördert Transparenz und Kommunikation.

Am Realgymnasium und der TFO Meran gehört digitaler Schulunterricht schon zum Repertoire. Voraussetzung dafür waren eine schnelle Internetanbindung sowie günstige Schüler-Computer. „Ein preiswertes Notebook zählt zur Grundausstattung vieler unserer Schüler“, weiß Schuldirektor Franz Josef Oberstaller, der die Digitalisierung seit Jahren vorantreibt. Mit einer großzügigen Spende unterstützt auch die Raiffeisenkasse Algund  zum zweiten Mal den Ankauf von Rechnern, die an bedürftige Schüler verliehen werden. „Es ist unsere Aufgabe und unser Anliegen, zukunftsweisende Projekte, die vor allem auch der Jugend zugutekommen,  zu unterstützten“, sagte Raika-Filialleiter Michael Schweigl, der kürzlich die Spende der Schulleitung überreichte. Damit verfügt die Schule über einen ganzen Klassensatz von Notebooks. Schulsekretärin Claudia Cassin bedankte sich für die unbürokratische Abwicklung der Spende. Den Dank der rund 750 Schüler übermittelte der Vorsitzende des Schülerrats, Leon Illmer. (Josef Prantl)

Kaufberatung Notebooks 1. Klassen 17/18

 amazon.comIn der ersten Schulwoche werden die Geräte in der Klasse vorgestellt. Hier finden Sie die entsprechende Präsentation ... Geplant ist, dass Ende September alle Schüler/innen die Geräte haben und wir gemeinsam starten können. Sollten Fragen auftreten, so bitte schreiben Sie an troale@rgtfo-me.it.
Allen ein erfolgreiches Schuljahr.

ELTERN, ERZIEHUNG UND INTERNET

Am kommenden Donnerstag findet im Mehrzwecksaal eine Fortbildung für Eltern zum Thema Internet und Sicherheit statt. Die Fortbildung wird vom Elternrat in Zusammenarbeit mit der Schule organisiert.

FORTBILDUNG für Elternvertreter/innen und Eltern mit Lehrpersonen und Schülern

Hauptreferat: Manuel Oberkalmsteiner (Forum Prävention)

Generation Online – Wie unsere Kinder und Jugendlichen die Medien nutzen. Impulsreferate der ExpertInnen im Plenum und Gesprächstische zu folgenden Themen:

Tisch 1: Elterntipps – Deborah Visintainer (KFS)

Tisch 2: Sicherheit im Internet – Alexander Wallnöfer (Raika Online)

Tisch 3: Richtiges Verhalten im weltweiten Netz – Manuel Oberkalmsteiner (Forum Prävention)

Tisch 4: Mobbing im Internet (Cybermobbing) – Lukas Schwienbacher (Forum Prävention)

Termin: Donnerstag, 23. März 2017, Uhrzeit: 19.00 - 21.00 Uhr, Ort: Mehrzwecksaal

Ablauf der Begegnung: Hauptreferat im Plenum – 30 Minuten; Impulsreferate der Experten zu den Themen der Gesprächstische – je 5 Minuten. Eltern nehmen dann bei Gesprächstischen teil (Diskussion und Erfahrungsaustausch) - 2x 20 Minuten. An den Gesprächstischen sollte auch jeweils ein Schüler oder eine Schülerin dabei sein. Abschluss: kurze Vorstellung wesentlicher Ergebnisse im Plenum – insgesamt 10 Minuten

Franz Josef Oberstaller (Direktor), Friedrich Ellmenreich (Elternratspräsident)