Science Night

Das Wunder des Sehens - Science Night 2019

Traditionelle „Science Night“ mit der Physikerin Elisabeth Gruber

Warum ist der Schnee weiß?  Ein Antwort auf die Frage gab Elisabeth Gruber am Dienstagnachmittag im Algunder Thalguterhaus. Im Rahmen der traditionellen „Science Night“ des Realgymnasiums und der Technologischen Fachoberschule Meran ging die Wissenschaftlerin auf die faszinierende Welt des Lichts, des Sehens und der Farben aus der Perspektive der Physik und Biologie ein. 

Vor 600 Zuhörern referierte Elisabeth Gruber aus Naturns, ehemalige Schülerin des Realgymnasiums, zum Thema „Das Wunder des Sehens und der Fotosynthese“. Die Wechselwirkungen zwischen Licht, Gegenständen und Auge beantworten die Frage nach dem weißen Schnee.  Chromophore, also lichtabsorbierende Anteile von Farbstoffen, spielen eine zentrale Rolle. Neuschnee wirft bis zu 90 Prozent des Sonnenlichts zurück. Schwarz wird um uns alles, wenn das gesamte Licht absorbiert wird, erklärte Gruber. Die Rolle des Lichts bei der Fotosynthese war ein weiterer Schwerpunkt ihres Vortrags. 

Elisabeth Gruber hat an der Technischen Universität Wien Physik studiert und sich dort vor allem mit Ionenphysik beschäftigt. Nach diversen Aufenthalten, u.a.  in Caen, Bielefeld, Dresden und Cern setzt sie sich seit 2017 an der Aarhus Universität in Dänemark mit biophysischen Themen auseinander. Die ehemaligen Schülerin des Realgymnasiums Meran gewährte den Zuhörern einen interessanten Einblick in ihre konkrete Labor- und Forschungstätigkeit. Der große Applaus am Ende der Präsentation bewies, dass es Elisabeth Gruber gelungen war, das Publikum für ihre wissenschaftlichen Ausführungen zu begeistern.

Seit mehreren Jahren findet die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Bildungsausschuss Algund statt.

SCIENCE NIGHT 2019

  Einladung zur SCIENCE NIGHT 2019

Das Wunder des Sehens und die Fotosynthese

mit

Dr. Elisabeth Gruber, Physikerin am Department of Physics and Astronomy Aarhus University, Dänemark           

Peter-Thalguter-Haus Algund

Dienstag, 16. April 2019 um 16.00 Uhr

Das Wunder des Sehens und die Fotosynthese

Science Night 2019

Das Realgymnasium ”Albert Einstein” und die Technologische Fachoberschule ”Oskar von Miller” Meran laden zur traditionellen Science Night 2019 ein, die am Dienstag, 16. April um 16 Uhr im Thalguterhaus Algund stattfindet. Elisabeth Gruber, Physikerin am Departement of Physics und Astronomy Aarhus Universitiy, wird über das ”Wunder des Sehens und der Fotosynthese oder wie Physik Licht in die Biloigie bringt” sprechen. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Bildungsauschusses Algund statt.

Elisabeth Gruber stammt aus Meran, wo sie bereits 2006 nach ihrem Schulabschluss am Realgymnasium als eine der 10 besten Maturantinnen ausgezeichnet wurde. Danach begann sie ihr Physikstudium an der TU Wien. Ihre Diplomarbeit schrieb sie 2012 am Institut für Angewandte Physik über die Bündelung von Ionenstrahlen mittels Glaskapillaren. Am selben Institut begann sie sich dann mit hochgeladenen Ionen und deren Wechselwirkung mit Oberflächen zu beschäftigen. Dabei pflegte sie intensive Kontakte zu Forschungsgruppen im Ausland: Längere Forschungsaufenthalte verbrachte sie am Helmholtz-Zentrum in Dresden-Rossendorf, am Schwerionenbeschleuniger in Caen, Frankreich, an der Universität Duisburg-Essen und an der Universität Bielefeld. Nach dem Abschluss ihres Doktoratsstudiums trat Elisabeth Gruber im September 2017 eine Postdoc-Stelle an der Universität Aarhus in Dänemark an. Für ihre Forschungstätigkeit wurde Elisabeth Gruber bereits mehrfach ausgezeichnet.

Zum Thema der  ”Science Night”

Das Leben auf unserer Erde, so wie wir es kennen, wäre ohne Fotosynthese nicht möglich und auch die große Bedeutung des Sehens ist wohl unumstritten. Schon im Kindesalter wird uns beigebracht, dass das Licht für beide Prozesse eine fundamentale Rolle spielt. Aber wie genau verwenden die PflanzenLicht, um aus Wasser und Kohlendioxid den notwendigen Zucker und Sauerstoff herzustellen? Und was steckt hinter dem Prinzip der Stäbchen und Zäpfchen auf unserer Netzhaut, die das Hell-, Dunkel- und Farbsehen ermöglichen? Die Antwort auf beide Fragen ist bei lichtabsorbierenden Farbstoffen, den sogenannten Chromophoren, zu finden. Diese Moleküle können Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich absorbieren und setzen so die lebenswichtigen Prozesse in Gang. In der Natur sind diese Chromophore in ein Geflecht aus Proteinen eingebettet. In unseren Laboratorien vereinfachen wir diese komplexen Systeme, indem wir die Chromophore von ihrer natürliche Umgebung isolieren und in die Gasphase bringen. Anstelle von Sonnenlicht bestrahlen wir diese Moleküle mit einem Laser bestimmter Wellenlänge und studieren so die intrinsischen, photophysikalischen Eigenschaften der Chromophore. Erst wenn wir die kleinsten Bauteile verstehen, können wir diese Schritt für Schritt vergrößern und die in der Natur vorkommenden Systeme nachbauen.

Pilze sind überall ... actually!

Realgymnasium und Technologische Fachoberschule Meran und Bildungsausschuss Algund luden zur Science Night 2018

Es ist eine Tradition, die bereits seit vielen Jahren zum fixen Tätigkeitsprogramm zweier Meraner Oberschulen gehört: Die Nacht der Wissenschaft, zu der ein Südtiroler Forscher eingeladen wird, um vor Lernenden, Lehrenden und anderen Interessierten von seinem Forschungsgebiet zu berichten.

Am Dienstag, 27. März präsentierte der Mykologe Ivan Moser im vollen Algunder Thalguter-Haus eine kurzweilige Reise durch die faszinierende Welt der Pilze. Vorgestellt wurde der junge Forscher von Christian Aspmair, Lehrer am Realgymnasium, und Martin Geier, dem Vorsitzenden des Bildungs­ausschusses Algund. Leitthema des eineinhalbstündigen Vortrages war: „Pilze sind überall“. Es beginne schon am Morgen mit Pilzen auf der Haut, im Mund und im Blumentopf neben dem Bett, führe auf dem Weg zur Schule an Mülltonnen voller Pilze vorbei und warte auch beim Mittagessen, zu dem Käse und Bier gereicht werden, mit weiteren Exemplaren auf. Auch die Luft, und das sei weniger bekannt, ist voller Sporen. Von den über 2 Millionen Arten, die bisher bekannt sind, seien aber nur rund 600 für den Menschen gefährlich. Zu den Aufgaben Mosers gehört u.a. das Bestimmen von Proben im Labor. Dies sei ein wichtiger Teil der Grundlagenforschung und liefere Ergebnisse, die unmittelbar angewandt werden könnten. Gerade bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem erhöhe eine genaue Bestimmung und eine entsprechend ausgerichtete Therapie die Überlebenschancen stark.

In dem lockeren und immer wieder von englischsprachigen Wörtern und Ausdrücken durchgezogenen Vortrag ging Moser auch auf die Bedeutung der Pilze für einen gesunden und funktionierenden Wald ein. Diese würden es Bäumen ermöglichen, über große Distanzen zu kommunizieren und Nährstoffe auszutauschen. So spricht man immer häufiger vom Wood Wide Web. Dabei hat jede Pilzart eine genaue Aufgabe im Ökosystem. Stirbt eine Art aus, so wird das natürliche Gleichgewicht gestört, weshalb sich der Referent deutlich für den Artenschutz ausgesprochen hat. Fragen aus dem Publikum am Ende der Präsentation, die immer wieder mit persönlichen Anekdoten angereichert war, rundeten den gelungenen Abend ab.

Der Algunder Ivan Moser, Jahrgang 1991, hat nach der Matura am Realgymnasium Meran 2010 an der Universität Innsbruck Mikrobiologie studiert. Seit seinem Master-Abschluss arbeitet und forscht er in Utrecht (Niederlande) am Westerdijk Fungal Biodiversity Institute, das über eine der größten Pilzsammlungen der Welt verfügt. (Text: Christian Zelger, Fotos: Martin Geier)

Wie die Gerüche unser Gehirn steuern - „Science Night“ mit Prof. Johannes Frasnelli

Liebe geht durch die Nase, wenn auch unbewusst.
Johannes Frasnelli forscht darüber. Der gebürtige Algunder hat sich ganz den Gerüchen verschrieben. Am Donnerstag Abend erzählte er auf der traditionellen „Science Night“ des Realgymnasiums und der TFO Meran im Algunder Vereinshaus von chemischen Signalstoffen, die nicht nur in der Tierwelt eine große Rolle spielen. Ein Gespräch mit dem Ex-RGler.

Nach der Matura am Realgymnasium Meran haben Sie sich für ein Studium der Medizin in Wien entschieden. Bereits in Ihrer Abschlussarbeit befassten Sie sich mit Gerüchen. Wie kamen Sie auf dieses spezielle Thema?

Johannes Frasnelli: Obwohl mich der Geruchsinn immer schon interessiert hat – ich habe immer gerne gegessen und getrunken – war das ein Zufall. Auf der Homepage der HNO-Klinik der Universität Wien bin ich als junger Student auf eine Anzeige gestossen, dass ein Proband für eine Doktorarbeit zum Thema Riechen gesucht wird. Ich habe...

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