Expertenunterricht/Workshops

SCIENCE NIGHT 2019

  Einladung zur SCIENCE NIGHT 2019

Das Wunder des Sehens und die Fotosynthese

mit

Dr. Elisabeth Gruber, Physikerin am Department of Physics and Astronomy Aarhus University, Dänemark           

Peter-Thalguter-Haus Algund

Dienstag, 16. April 2019 um 16.00 Uhr

Das Wunder des Sehens und die Fotosynthese

Science Night 2019

Das Realgymnasium ”Albert Einstein” und die Technologische Fachoberschule ”Oskar von Miller” Meran laden zur traditionellen Science Night 2019 ein, die am Dienstag, 16. April um 16 Uhr im Thalguterhaus Algund stattfindet. Elisabeth Gruber, Physikerin am Departement of Physics und Astronomy Aarhus Universitiy, wird über das ”Wunder des Sehens und der Fotosynthese oder wie Physik Licht in die Biloigie bringt” sprechen. Die Veranstaltung findet mit Unterstützung des Bildungsauschusses Algund statt.

Elisabeth Gruber stammt aus Meran, wo sie bereits 2006 nach ihrem Schulabschluss am Realgymnasium als eine der 10 besten Maturantinnen ausgezeichnet wurde. Danach begann sie ihr Physikstudium an der TU Wien. Ihre Diplomarbeit schrieb sie 2012 am Institut für Angewandte Physik über die Bündelung von Ionenstrahlen mittels Glaskapillaren. Am selben Institut begann sie sich dann mit hochgeladenen Ionen und deren Wechselwirkung mit Oberflächen zu beschäftigen. Dabei pflegte sie intensive Kontakte zu Forschungsgruppen im Ausland: Längere Forschungsaufenthalte verbrachte sie am Helmholtz-Zentrum in Dresden-Rossendorf, am Schwerionenbeschleuniger in Caen, Frankreich, an der Universität Duisburg-Essen und an der Universität Bielefeld. Nach dem Abschluss ihres Doktoratsstudiums trat Elisabeth Gruber im September 2017 eine Postdoc-Stelle an der Universität Aarhus in Dänemark an. Für ihre Forschungstätigkeit wurde Elisabeth Gruber bereits mehrfach ausgezeichnet.

Zum Thema der  ”Science Night”

Das Leben auf unserer Erde, so wie wir es kennen, wäre ohne Fotosynthese nicht möglich und auch die große Bedeutung des Sehens ist wohl unumstritten. Schon im Kindesalter wird uns beigebracht, dass das Licht für beide Prozesse eine fundamentale Rolle spielt. Aber wie genau verwenden die PflanzenLicht, um aus Wasser und Kohlendioxid den notwendigen Zucker und Sauerstoff herzustellen? Und was steckt hinter dem Prinzip der Stäbchen und Zäpfchen auf unserer Netzhaut, die das Hell-, Dunkel- und Farbsehen ermöglichen? Die Antwort auf beide Fragen ist bei lichtabsorbierenden Farbstoffen, den sogenannten Chromophoren, zu finden. Diese Moleküle können Licht in einem bestimmten Wellenlängenbereich absorbieren und setzen so die lebenswichtigen Prozesse in Gang. In der Natur sind diese Chromophore in ein Geflecht aus Proteinen eingebettet. In unseren Laboratorien vereinfachen wir diese komplexen Systeme, indem wir die Chromophore von ihrer natürliche Umgebung isolieren und in die Gasphase bringen. Anstelle von Sonnenlicht bestrahlen wir diese Moleküle mit einem Laser bestimmter Wellenlänge und studieren so die intrinsischen, photophysikalischen Eigenschaften der Chromophore. Erst wenn wir die kleinsten Bauteile verstehen, können wir diese Schritt für Schritt vergrößern und die in der Natur vorkommenden Systeme nachbauen.

24. Mathematik-Modellierungswoche

Vom Sonntag, den 24. März bis zum Freitag, den 29. März 2019 fand in der Fortbildungsakademie Schloss Rechtenthal in Tramin die 24. Mathematik-Modellierungswoche statt. Das Ziel dieser Woche war es, komplexe Probleme aus der Praxis mithilfe von Mathematik zu analysieren, “modellieren” und eine Lösung für diese zu finden. Die Aufgaben wurden zum Teil von Südtiroler Betrieben gestellt und beinhalteten in diesem Jahr Problemstellungen zum Thema Wasserstoff für die Mobilität, Optimierung der Ertragsregulierung im Weinbau, das italienische Rentensystem, “Flatfields für Gummer” und die Entwicklung und Implementierung eines Algorithmus für die Expressschlingen des Unternehmens Vertical-Life. 25 Schülerinnen und Schüler sowie 10 Lehrpersonen knobelten an den Aufgabenstellungen. Vom Realgymnasium und der Technologischen Fachoberschule Meran waren dabei (von links nach rechts): Simon Mitterhofer, Christian Braunhofer, Daniela Gerstgrasser, Katherina Telser, Julia Überbacher, Lenard Linser

Pädagogischer Tag – ein Rückblick

Direktor Alois Weis begrüßte das Kollegium, die Referenten und Ehrengäste zur Pädagogischen Tagung. Er stellte das Tagungsmotto vor und wünschte einen erfolgreichen Tag. Es folgte ein Brainstorming durch Vizedirektor Josef Prantl zu zwei Leitfragen: Wie ist unser Schulklima? Was sollten wir an unserer Arbeit verändern?

„Zwischen Inhalt und Inszenierung“ lautete das kurze szenische „Solospiel“ von Prof. Christian Zelger. Mit Humor, aber auch gelungener Ironie griff er im heiter-ernsten Stück aktuelle schulische Themen auf, wie zum Beispiel den Direktorenwechsel, die externe Evaluation, den Datenschlammassel und den Bürokratismus.

Im 1. Impulsreferat räsonierte Prof. Peter Fulterer über Schule gestern, heute und morgen. Er griff auf drei Bilder zurück: die Schule als „Gymnasion“, als „scholè“, ein Ort der Muße und des Nachdenkens sowie Schule als „Paradies“, was ursprünglich einen geschützten Garten meinte. Jungen Menschen einen behüteten Raum zu bieten, wo sie experimentieren können, sei Aufgabe der Schule. Bewährtes zu kontrollieren und Neues auszuprobieren, sei Aufgabe der Lehrpersonen und Schulleitung. Den Wandel zu beherrschen und ihn nicht auf sich zurollen zu lassen, dazu lud der ehemalige Philosophieprofessor am Realgymnasium Bozen ein.

Im 2. Referat ging Nicole Oberstaller auf die Frage ein, worauf ein Rechtsanwalt schaut, wenn es zu einer Eingabe von Seiten der Eltern kommt. Die Rechtsanwältin schilderte ausführlich die Prozedur vom Antrag auf Akteneinsicht über die Recherche der rechtlichen Grundlagen bis zur Aufforderung an die Schule, bei Fehlern zum Selbstschutz die getroffene Entscheidung aufzuheben. Ansonsten kommt es zum Prozess vor dem Verwaltungsgericht und zu evtl. Schadenersatzansprüchen von Seiten der Kläger. RA Oberstaller wies auf die komplexe Gesetzeslage hin, was die Bewertung der Schüler/innen betrifft.  Grobe Fahrlässigkeit sei es, wenn die Schule der Informationspflicht nicht nachkomme, Befugnisse überschreite, ihr Unzuständigkeit, Betrug oder unlogische Verfahren nachgewiesen werden können. Häufig käme es zu Verfahren, wenn es um die Verhaltensnote gehe oder bei der Bewertung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen. Ein sehr wichtiges Dokument sei das Klassenregister.

 

 

160 Schüler/innen mit Migrationshintergrund und ohne bzw. sehr geringe Sprachkenntnisse, besuchten heuer Kindergarten und Schule in Meran. Die Hälfte von ihnen schaffe einen Abschluss, sagte die Leiterin des Sprachenzentrums Verena Mitterer. Sie verwies in ihrem Referat auf die gesetzlichen Vorgaben, die besondere Maßnahmen vorsehen, darunter: Individuelle Bildungspläne, zwei Jahre zieldifferente Bewertung (wenn sinnvoll), eigene Prüfungsformate, Sprachförderung als primäre Aufgabe, Nichtbewertung im 1. Semester (allerdings mit Begründung). Mitterer legte den Lehrpersonen ans Herz, ihre Entscheidungen zukunftsorientiert zu treffen: Was macht für den jeweiligen Schüler Sinn? An der Oberschule zu bleiben etwa mache nur Sinn, wenn auch die realistische Chance auf einen Abschluss besteht. Mitterer empfahl den Klassenräten, auch die Bewertung der Sprachkurse zu berücksichtigen.

Das 4. und letzte Impulsreferat des 1. Teils des heurigen Pädagogischen Tages hatte die Gestaltung eines Schulhofes zum Thema. Günther Dichgans zeigte den Lehrpersonen einige Beispiele von Schulhofgestaltungen in Südtirol und gab Impulse, wie an unserer Schule ein Schulhof geschaffen werden könnte, auch wenn der öffentliche Raum dafür kaum vorhanden ist.

In den darauffolgenden Workshops wurden folgende Themen besprochen: AG 1: Unterrichtsbegleitende Tätigkeiten: Überarbeitung bzw. Verbesserung der Kriterien der unterrichtsbegleitenden Tätigkeiten; AG 2: Pädagogisch didaktische Maßnahmen zu Betreuung von Schülern/Schülerinnen mit besonderen Bedürfnissen - die Rolle des ZIB und der psychopädagogischen Beratung mit Evelyn Matscher, PBZ Meran; AG 3: Sicherung der Unterrichtsqualität durch Feedback in der Klasse und interne Evaluation zur Wirkungsqualität unserer Arbeit; AG 4: Bewertungskriterien: Transparenz und Anwendung; AG 5: „Den guten Ruf der Schule bewahren“: Die pädagogisch-didaktische Arbeit sowie die Kooperation mit dem Umfeld der Schule, Kommunikation und Zusammenarbeit; AG 6: Schulhof-Gestaltung.

Den Abschluss bildete die Ergebnissammlung im Plenum. Die Vorschläge der Arbeitsgruppen liefern wichtige Impulse für die Arbeit der Schulleitung und der Schulentwicklungsgruppe im heurigen Schuljahr.

Die digitale Revolution in Südtirol

Wie die Digitalisierung uns verändert, war Thema einer Projektwoche an der TFO Meran gemeinsam mit der FOS Ansbach. Der Natur der Innovation auf der Spur: Der „NOI-Techpark“ auf dem Gelände der ehemals größten Aluminiumfabrik Italiens „Montecatini“ in Bozen ist eine Denkfabrik für Innovation und verbindet Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft. „Innovation“ war das Thema einer Projektwoche an der Technologischen Fachoberschule Meran. Schüler der Fachrichtung für Elektronik und der Fachoberschule aus Ansbach gingen gemeinsam in Südtirol auf Spurensuche nach innovativen Ideen.

„Big Data“ sind das Öl der Zukunft

Die Projektwoche unter dem Motto „Smart Green Region Südtirol“  wurde von der Schule in Zusammenarbeit mit  IDM-Südtirol und im Rahmen der Partnerschaft mit der Fachoberschule in Ansbach bei Nürnberg vorbereitet. Wie Digitalisierung unser Leben verändert, zeigte Peter Moser auf. Der Experte für Automation und Computertechnologien demonstrierte den Schülern die Rolle von „Big Data“ im zukünftigen Alltag der Menschen. „Daten sind das Öl der Zukunft“, erläuterte der ICT-Experte und stellte ein Reihe von digitalen Innovationen vor, die an Südtirols Forschungseinrichtungen wie EURAC, IDM, Freie Universität Bozen entwickelt und erprobt werden.  Ausführlich berichtete er vom Portal „Open Data Südtirol“, dem „Beacon-Projekt“ und lud die Schüler zum „Innovation Hackathon“ vom 16. bis 17. November im Techpark ein, wo nicht nur junge Programmierer ihr kreatives Potential unter Beweis stellen können.  Die Bereitstellung von Datensätzen der öffentlichen Verwaltungen als "Open Data" - also in offenen Formaten und zur freien Weiterverwendung - ist in Südtirol ein hochaktuelles Thema. Patrick Ohnewein, Koordinator des ICT & Automation-Bereichs von IDM Südtirol, präsentierte vor Ort  den Schülern die breite Palette digitaler Zukunftsvisionen für unser Land.  „Beacon“  bezeichnet eine Funktechnologie, die auf energieeffiziente, umweltfreundliche Art eine Identifizierungsnummer und eine genaue geographische Position übermittelt. 

Mensch und Roboter – eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch bei Fraunhofer Italia, das seit einem Jahr im Techpark angesiedelt ist. Das Forschungszentrum mit 25.000 Mitarbeitern weltweit führt in Bozen das einzige Institut Italiens. Michael Terzer stellte den angehenden Maturanten einen Teil des Projekts DeConPro vor, das die Fabrik der Zukunft vorausnimmt. Intelligente Roboter lernen vom Menschen und arbeiten mit Ihm über Sensortechnik zusammen. Das Projekt DeConPro FESR1017 wurde vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung der Autonomen Provinz Bozen, Investitionen in Wachstum und Beschäftigung EFRE 2014-2020 finanziert.

Die Denkfabrik
Durch die Abteilungen im NOI-Techpark führte der ehemalige TFO-Schüler Alexander Alber  die Projektgruppe. Der 2017 begründete Technologie- und Wissenschaftspark NOI steht als Akronym für „Nature Of Innovation“, bedeutet aber auch auf Deutsch ‚neu‘ und auf Italienisch „wir‘“, wie Alber erklärte. 
Die Einrichtung ist als Gründerzentrum konzipiert und unterstützt technologieorientierte, möglichst innovative Neugründungen und Jungunternehmen bzw. auf Wachstum angelegte Startup-Unternehmen. Daneben soll der NOI-Techpark zur regionalen Wirtschaftsförderung und Vernetzung beitragen. Als wichtigste wissenschaftliche Akteure fungieren Eurac Research, die Freie Universität Bozen und Fraunhofer Italia. Er ist insbesondere auf Kooperation und Technologietransfer in den vier Feldern Green, Alpine, Food und Automation ausgelegt.

Dr. Schär, BZ  '18-'45, Bergwerk Schneeberg und Empfang im Meraner Rathaus
Weitere Programmpunkte der Projektwoche waren die Besichtigung des Burgstaller Unternehmens Dr. Schär, Marktführer für glutenfreie Ernährung mit dem neuen Geschäftsbereich Medical Nutrion: gemeint sind innovative diätetische Lebensmittel für medizinische Zwecke. Das Familienunternehmen führt mittlerweile 15 Produktionsstandorte weltweit und beschäftigt 1248 Mitarbeiter in 9 Ländern. Eine Wanderung auf den Schneeberg in Passeier mit Besichtigung des Bergwerks, ein Südtirol-Abend an der Schule sowie ein Empfang im Meraner Rathaus rundeten die Projektwoche unter Leitung von Vizedirektor Josef Prantl und Christoph Göppner ab. (Text und Fotos: Josef Prantl)

Auszeichnung für „Schüler helfen Schülern“

Auch heuer gab es an unserer Schule wieder die Arbeitsgruppe „Schüler/innen helfen Schülern/innen“. Ob bei den Hausaufgaben, bei der Vorbereitung auf Tests und Schularbeiten oder wenn es darum geht, Lerninhalte zu erklären und aufzuarbeiten, zwei Dutzend Schüler standen dieses Schuljahr wieder ihren Mitschülern zur Seite. Für ihren besonderen Einsatz wurden zu Schulende drei Schüler ausgezeichnet: Jannik Augscheller, Andreas Weger und Andreas Oberhollenzer erhielten einen Gutschein, den die Buchhandlung „Alte Mühle“ gespendet hatte. „Wir danken den Sponsoren und freuen uns, dass soziales Engagement und solidarisches Handeln an unserer Schule gepflegt werden“, sagte Vizedirektor Josef Prantl, der die Gutscheine in der Schulbibliothek kürzlich  überreichte. Ein Dank gilt auch unserer Bibliothekarin Margareth Kuen, die die Sponsor-Geschenke organisiert hat.

 

 

Junge Techniker zeigen, was sie können

Werkschau der TFO-Abgänger und Begegnung mit der Arbeitswelt

Vom Roboter zur Nixie-Uhr, vom Cruise Missile zu Unterwasserbauten bis zur Wildbachverbauung: die Schüler der Abschlussklassen an der Technologischen  Fachoberschule Meran zeigen am letzten Schultag, was sie gelernt haben und so alles drauf haben.

Erstmals beteiligen sich heuer an der Werkschau auch Betriebe und Unternehmen aus den Bereichen Elektronik, Elektrotechnik  und Bauwesen, was auch den zwei Fachrichtungen an der TFO Meran entspricht. Rund 50 Schülerprojekte werden im Mehrzwecksaal der Schule am Donnerstag, 14. Juni von 9 bis 13 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Begegnung mit den beteiligten Unternehmen ermöglicht ein gegenseitiges Kennenlernen und einen Einblick in die Arbeitsmöglichkeiten in Südtirol. Vor allem Techniker sind sehr gesucht, für die Betriebe ist die Werkschau eine gute Gelegenheit, sich ein Bild von ihren zukünftigen Arbeitskräften zu machen. Folgende Unternehmen werden sich auf der Werkschau vorstellen: Electrouniversal/ e-marce.net (Hans Duffek), SunEdison (Mauro Bertolini), Erdbau (Joseph Gamper), Rotech (Martin Fischnaller), Dr. Schär (Nicole Stampfer), Randstad (Brigitte Pichler), Ivoclar  (Günther Pföstl), Schweitzer (Lias Gius) und alpitronic  (Andreas Oberrauch).

Die Schulgemeinschaft freut sich auf Ihren Besuch!

Das Wahlfach „Anatomie“ 

Seit Beginn dieses Schuljahres gibt es an unserer Schule auch das Wahlfach „Anatomie“, das von Anfang an von Schülerinnen und Schülern aller Jahrgangsstufen gut besucht war. Das Wahlfach besteht eigentlich aus drei Kursen, die im Jahresrhythmus angeboten wurden. Heuer erhielten die Kursteilnehmer eine Einführung in die „Anatomie der Wirbeltiere“. Nach einer Einführung in die Evolutionstheorie von Charles Darwin und die Systematik der Wirbeltiere wurde das Wirbeltierskelett näher unter die Lupe genommen; der Schwerpunkt lag vor allem auf den Säugetieren und den Vögeln, die mit Hilfe unserer recht ansehnlichen Präparate-Sammlung eingehend behandelt werden konnten. Danach ging es weiter mit dem ersten Sezierkurs, in dem die Kursteilnehmer Forellen sezieren konnten und so die wichtigsten Grundlagen über den Bau der Wirbeltiere und ihre Organsysteme erlernten. Im zweiten Sezierkurs wurden Mäuse seziert und so erhielten die Kursteilnehmer einen eingehenden Überblick über die Säugetieranatomie. Der krönende Abschluss war ein Besuch des Alpenzoos in Innsbruck mit einem ethologischen Praktikum. 
Der Schwerpunkt des Anatomiekurses des nächsten Schuljahres liegt auf den Organsystemen der Wirbeltiere. Im Verlauf von 6 3- bis 4-stündigen Nachmittagskursen befassen sich die Schüler mit den wichtigsten Organsystemen der Wirbeltiere mit Schwerpunkt Säugetiere und Mensch: Herz und Blutkreislauf, Verdauungssystem, Haut und Sinnesorgane, Nervensystem und Gehirn, Skelett. Nach einer kurzen Einführung werden im praktischen Teil der Veranstaltungen frische und mikroskopische Präparate begutachtet, gezeichnet und beschriftet. Die Kursteilnehmer erhalten so einen guten Überblick über die Strukturen und die Funktionen der wichtigsten Organsysteme. Der Kurs wird von einer im nächsten Frühjahr stattfindenden Exkursion an das Anatomische Museum der Universität Innsbruck abgeschlossen, in deren Verlauf die Kursteilnehmer mit Hilfe von kurzen Arbeitsaufträgen ihr erworbenes Wissen noch einmal vertiefen können. 
Im übernächsten Schuljahr 2019-2020 findet der Anatomiekurs „Anatomie der Wirbellosen“ statt. Schwerpunkt des Kurses sind die wichtigsten Wirbellosenklassen, deren Anatomie, Biologie und Ökologie: Gliedertiere (Insekten und Spinnentiere), Schalentiere (Schnecken, Muscheln und Tintenfische) und Stachelhäuter (Seesterne, Seeigel, Schlangensterne). Im Verlauf der Kursnachmittage vertiefen wir unser Wissen über verschiedene Vertreter dieser Tiergruppen im Rahmen einer Einführung und praktischer Tätigkeiten. Im Frühjahr unternehmen wir mehrere Freilandexkursionen, in denen wir uns näher mit der Artenvielfalt unserer heimischen Gliedertiere befassen.
Nach diesem erfolgreichen Jahr erhoffen wir uns auch für die nächsten Kurse wieder interessierte, aufmerksame und vor allem zufriedene Kursteilnehmer, die sich näher mit diesem faszinierenden Teil der Biologie befassen möchten. (Text und Fotos: Romano Kohlmayer)
 

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