Vorträge/Events

Black Mirror am RG-Meran

Eine Kunstaktion der Klasse 2A am Tag der offenen Tür

Die Performance „Black Mirror“ thematisierte  die mögliche Auswirkung der Smartphones auf unser soziales Leben. 

Wie auch in der gleichnamigen britischen Science- Fiction-Serie ging es um die Art, „wie wir alle leben und wir innerhalb von 10 Minuten leben könnten, wenn wir ungeschickt wären.“ ( Charlie Brooker, Produzent von Black Mirror)

(Text und Fotos: Anushka Prossliner)

„Der Geist muss uns zusammenhalten, nicht die Uniformität“

Vereinigte Bühnen Bozen luden zum Dokutheaterprojekt über Minderheiten in Europa

Zu einem besonderen Theaterprojekt luden die Vereinigten Bühnen Bozen. Unter dem vielversprechenden Titel „Wir.Heute!Morgen!Europa“ beleuchtet das heurige größte Südtiroler Theaterprojekt auf kreative Weise die Situation der Minderheiten in der Europäischen Union. Zehn Vertreter von Minderheiten berichteten von ihrem Alltag, den Rechten und dem Schutz, aber auch von Unterdrückung und Rechtlosigkeit in den verschiedenen Staaten der Union.

Eines wurde bald schon klar: Südtirols Autonomie ist vorbildlich. Das ergab auch das Ergebnis der Online-Befragungen, die während der Aufführung unter den rund 500 Schülern aus allen Landesteilen, darunter auch Klassen der TFO und des Realgymnasiums, durchgeführt wurden. Zur Doppelpass-Forderung nahm die Mehrheit der Jugendlichen eine kritische Haltung ein, ablehnend stehen sie zur Frage nach der Selbstbestimmung. Hingegen begrüßen würden sehr viele eine mehrsprachige Schule in Südtirol. So lauteten einige der überraschenden Ergebnisse der Abstimmungen, die die zweieinhalb Stunden des Doku-Theaterprojekts immer wieder kurzweilig unterbrachen.

Die Theatermacher von „Wir.Heute!Morgen!Europa“ hatten zu ihrem Stück zehn Vertreter aus Minderheitengebieten eingeladen, die unter der Moderation vom Markus Warasin, Mitglied des Kabinetts des EU-Parlamentspräsidenten, und der Wiener Puppenspielerin Manuela Linshalm vor das Publikum traten und ihre besondere Situation schilderten. „Gibt es heute noch ein reine Identität?“, stellte Danielle Lindholm von den Aland-Inseln in den Raum und sprach damit das Hauptthema an: die Gefahr einer Rückkehr zum Nationalismus mit all seinen Auswirkungen, der in Europa und auch im EU-Parlament immer mehr spürbar ist. „Wir fordern einen Kurswechsel: Die Minderheiten bereichern die Heimat und stellen keine Gefahr für einen Staat dar“, betonte der Politologe Johan Häggman. Pfarrer Romano Michelotti aus Friaul ging noch weiter: „Der Geist muss uns zusammenhalten, nicht die Uniformität. Die Uniformität ist eine Verarmung.“ Die gemeinsame Identität der Bürgerinnen und Bürger aus allen Mitgliedsstaaten sei die europäische, unterstrich Graziano Halilovic, Vertreter der Roma-Minderheit. Immer wieder wurde auch an den Grundgedanken der Gründerväter erinnert, dass der Nationalismus an seiner Wurzel besiegt werden müsse. „Das Friedensprojekt der EU ist im Kern ein Projekt zur Überwindung der Nationalstaaten“,  wurde der Schriftsteller Robert Manesse zitiert. (Text und Foto: Josef Prantl)

Vom Wert der Weltoffenheit und Vielfalt 

Lionello Bertoldi und Oskar Peterlini  mahnen zu Wachsamkeit und Toleranz

Was vor 60 Jahren nach zwei grausamen Weltkriegen  in der Verfassung festgeschrieben wurde, seien nicht „gedankenlos dahin geschriebene schöne Worte“, sagte Lionello Bertoldi.  „Die Grundwerte, die hier ausformuliert wurden, sind unser Fundament“, erinnerte der ehemalige Senator und Ehrenvorsitzende der Partisanenvereinigung ANPI gemeinsam mit Ex-Senator Oskar Peterlini Schüler der Abschlussklassen im Rahmen einer Filmvorführung zu den „Bombenjahren“  kürzlich an unserer Schule.

Autoritäre Regimes, Diktaturen und gelenkte Demokratien seien im Aufstieg begriffen. Hinzu komme, dass neue Realitäten wie Big Data ebenfalls dazu beitragen, die Freiheiten des Individuums zu unterlaufen. „Ein freies und selbstbestimmtes Leben für alle erreichen wir nur in einer starken und gerechten Gemeinschaft“, sagte Peterlini.  Ob Arm oder Reich, Einheimischer oder Migrant: Jeder Mensch verdiene ein würdevolles Leben.
 
Die jüngste Geschichte Südtirols sollte uns sensibel machen für Ungerechtigkeit und Leid, das Schwächeren zugefügt wird, betonten die zwei ehemaligen Senatoren. Für Südtirol gab es nach dem Krieg zwei Möglichkeiten: den Weg der Gewalt einzuschlagen, der in Chaos, Terror und Leid führt oder über Dialog und Kompromiss aus der Verschiedenheit der Kulturen einen Reichtum zu machen. Der Film „Malgrado le Bombe“ blickt auf die Jahre der Attentate zurück und lässt Historiker und Zeitzeugen dazu Stellung nehmen. „Bleibt wachsam“, sagte Bertoldi in Hinblick auf den erstarkten Nationalismus und Fremdenhass in Europa. „Eure Aufgabe ist es, die Heimat Europa zu schaffen“, ermunterte er die Schüler. Begleitet wurden Lionello Bertoldi und Oskar Peterlini vom Regisseur und Historiker Franz Oberkofler. (Text und Fotos: Josef Prantl)

„Memorial Day“ für die 1. Klassen in Zusammenarbeit mit der Young Caritas

„Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen“

 

Zum internationalen Gedenktag „Memorial Day“, den wir an unserer Schule nun schon seit mehr als zehn Jahren  mit einem aktuellen Themenschwerpunkt begehen, laden wir heuer alle 1. Klassen ein. Für den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust haben wir in Zusammenarbeit mit der Young Caritas fünf Workshops vorbereit. Klassenübergreifend werden sich die Schüler/innen des Realgymnasiums und der Technologischen Fachoberschule mit den Themen Lebensmittelverschwendung, soziale und ökologische Probleme bei der Produktion von Handys, Illegalität, Vorurteile und Gewalt auseinandersetzten.  Wir begehen den heurigen Memorial Day am Freitag, 26. Jänner  von  10.35 bis 13.05 Uhr. Treffpunkt ist der Mehrzwecksaal. Nach einer Einführung werden die Schüler/innen im Anschluss in einem der fünf Workshops in den zugewiesenen Räumen bis 12.30 Uhr zu arbeiten. Zum Abschluss treffen wir uns alle wieder im MZS zum Abschluss und Gedankenaustausch. Jeder Workshop stellt dann auch seine Ergebnisse kurz vor. (Josef Prantl)

Hier kannst du die PowerPoint zum Thema herunterladen.

 

Einladung zur Weihnachtsfeier

Unsere Schulband lädt zum Weihnachtskonzert 2017

Freitag, 22. Dezember 2017

im Mehrzwecksaal

1. Vorführung 8.40 Uhr – 9.30 Uhr (2.Stunde)

Eingeladene Klassen

1B-RG, 3A-RG, 4A-RG, 5A-RG, 1B-TFO, 3ABW, 5ABW, 2B-RG, 3C-RG, 4BEL, 4C-RG, 2C-TFO, 3BBW

2. Vorführung 10.35 Uhr – 11.25 Uhr (4. Stunde)

Eingeladene Klassen

1A-RG, 1A-TFO, 1C-TFO, 1D-TFO, 3 BEL, 5AEL, 4B-RG, 5B-RG, 5DNW, 2A-TFO, 3E-RG, 4DNW-RG, 4BBW, 5BEL,

3. Vorführung 12.15 Uhr – 13.05 Uhr (6. Stunde)

Eingeladene Klassen

1DNW-RG, 2A-RG, 2C-RG, 2 DNW-RG, 3B-RG, 1E- TFO, 4AEL, 3DNW-RG, 5C-RG, 2D-TFO, 3AEL, 4 ABW

Jede Vorführung dauert rund 50 Minuten. Die Lehrpersonen der jeweiligen Stunde begleiten ihre Klassen in den Mehrzwecksaal. Bitte pünktlich erscheinen.

 

Raika Algund spendet Notebooks für den digitalen Unterricht

Die Digitalisierung des Unterrichts bietet viele Chancen. Mit Videos können Schüler individueller lernen, digitale Schulbücher bieten neue Möglichkeiten zur Wissensvermittlung, Team- und Gruppenarbeiten werden über die Cloud einfacher und spannend, das digitale Klassenbuch fördert Transparenz und Kommunikation.

Am Realgymnasium und der TFO Meran gehört digitaler Schulunterricht schon zum Repertoire. Voraussetzung dafür waren eine schnelle Internetanbindung sowie günstige Schüler-Computer. „Ein preiswertes Notebook zählt zur Grundausstattung vieler unserer Schüler“, weiß Schuldirektor Franz Josef Oberstaller, der die Digitalisierung seit Jahren vorantreibt. Mit einer großzügigen Spende unterstützt auch die Raiffeisenkasse Algund  zum zweiten Mal den Ankauf von Rechnern, die an bedürftige Schüler verliehen werden. „Es ist unsere Aufgabe und unser Anliegen, zukunftsweisende Projekte, die vor allem auch der Jugend zugutekommen,  zu unterstützten“, sagte Raika-Filialleiter Michael Schweigl, der kürzlich die Spende der Schulleitung überreichte. Damit verfügt die Schule über einen ganzen Klassensatz von Notebooks. Schulsekretärin Claudia Cassin bedankte sich für die unbürokratische Abwicklung der Spende. Den Dank der rund 750 Schüler übermittelte der Vorsitzende des Schülerrats, Leon Illmer. (Josef Prantl)

Tagung zum Thema „Glaube und Religion gestern, heute & morgen"

 „Wir fühlen, dass selbst wenn alle möglichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht berührt sind“, schrieb Ludwig Wittgenstein.  Der berühmte Philosoph brachte damit auf den Punkt, was auch das Resümee  einer hochkarätig besetzten Tagung zum Thema „Glaube und Religion gestern, heute & morgen“ am Realgymnasium und der TFO Meran am Montag war.

„Es ist dies unser Beitrag zum 700-Jahr-Jubiläum“ der Stadt Meran, sagte Schuldirektor Franz Josef Oberstaller und freute sich, dass es gelungen war, Bischof Ivo Muser für die Tagung zu gewinnen. Paul Rösch erinnerte an die vielen Glaubensgemeinschaften, die um die Jahrhundertwende in der auflebenden Kurstadt Fuß fassten. „Die Kurgäste brachten auch ihre Weltanschauungen  und Wertvorstellungen, ihren Glauben und ihre Religion mit“, sagte Merans Bürgermeister. Weltoffenheit und Vielfalt präge die Stadt bis in unsere Zeit.

Eva Pletz und Klaus Refle, beide unterrichten Religion an der Meraner Oberschule, führten mit ihren Schülern in das Tagungsthema ein. Während früher Jugendliche sehr kritisch, auch ablehnend dem Religionsunterricht gegenüberstanden, zeigten sie heute nicht selten Desinteresse und Gleichgültigkeit gegenüber religiösen Themen, bedauerte Refle. Trotzdem sei die Sehnsucht nach sinnerfülltem Leben und das Sprechen über existenzielle Fragen unter Jugendlichen stark. Dass sich die letzten großen  Lebensfragen nur religiös beantworten ließen, unterstrich dann auch Bischof Ivo Muser. Dabei gehe Religion über Ethik und Moral hinaus, indem sie auf etwas Höheres verweise.

Aufhorchen ließ der Bischof mit seiner Aussage zur Ambivalenz von Religion. Jede Religion könne sinnstiftend, aber auch zerstörerisch wirken. Das zuzugeben, sei Voraussetzung für einen Dialog zwischen den Religionen“, meinte Muser. Dass die institutionalisierten Religionen  zwar die wesentliche Fragen stellten, diese aber meist naiv, wenn nicht gar falsch beantworteten, meinte hingegen der Historiker Hannes Obermair. Religionen reagierten auf die Unsicherheiten und Ängste der Menschen und verkauften „Glauben als Hypothek für das Jenseits“. Als Agnostiker sei das Leben zwar schwerer auszuhalten, meinte Obermair, „aber ein freies Denken sei doch viel spannender und herausfordernder“.

Dass im Glauben eine enorme Kraftquelle stecke, die man nicht leichtfertig vertun sollte, mahnte Martin Krautwurst. Der Pfarrer der Evangelischen Gemeinde Meran lud dazu ein, die sinnstiftende Kraft des Glaubens für eine bessere Welt als „Geländer für das eigene Leben“ anzunehmen. Weniger über Religion und Glauben zu sprechen, dafür Taten der Menschlichkeit und für Frieden in den Mittelpunkt zu rücken, dafür plädierte Mirko Wenter, der Vizepräsident der Jüdischen Gemeinde von Meran. Mehr Aufgeschlossenheit innerhalb der katholischen Kirche wünschte sich Lara Vanzo, die die Schülerseite am Podium vertrat. Dass Religionen noch heute die Rechtfertigung für Zwiespalt und Kriege lieferten, erschüttert die Oberschülerin. Nur gemeinsam hätten die Weltreligionen Zukunft und könnten so für einen dauerhaften Frieden wirken. Moderiert wurde die Tagung von Eberhard Daum. (Text und Fotos: Josef Prantl)

 

 

Glaube und Religion gestern, heute & morgen

In Meran haben vor rund 100 Jahren neben der katholischen Mehrheit die jüdische, evangelische, anglikanische und orthodoxe Kirche Gemeinden errichtet. Unser Beitrag zum heurigen 700-Jahr-Jubiläum der Stadt ist vor diesem Hintergrund eine Tagung zum Thema „Glaube und Religion gestern, heute & morgen“.

Rückblickend möchten wir eine Analyse der Bedeutung von Religion und Glauben unternehmen: in der Vergangenheit, in unserer Zeit und in Zukunft. Noch vor 40 Jahren prophezeiten viele Sozialwissenschaftler, dass die Religion in der modernen Welt verschwinden und durch die Naturwissenschaften ersetzt werden würde. Sie haben sich geirrt. Religion und Glaube bestimmen noch immer das Leben der meisten Menschen auf der Erde. Was folgt daraus im Zeitalter der Globalisierung? Der Siegeszug des Fundamentalismus? Ein Kampf der Kulturen? Die Erneuerung der Kirchen? Die Gegenwart ist keine gottlose Zeit, sondern stark geprägt durch eine Attraktivität religiösen Glaubens. Wie können die Religionen für die Menschen aber zum Heil werden und eine Welt des Miteinanders und Friedens schaffen? Mit Beängstigung blicken wir aber auch auf Tendenzen von zunehmendem Fanatismus, von Politisierung und  Instrumentalisierung der Religion in unserer Zeit.  Damit möchten wir uns am kommendenMontag, 13. November 2017 auseinandersetzen. Unter der Leitung von Eberhard Daum diskutieren mit uns Bischof Ivo Muser,  Pfarrer Martin Krautwurst (Evangelische Gemeinde Meran), Prof. Paul Imhof  (Theologe), Federico Steinhaus (Jüdische Gemeinde Meran), Abdelslam Termassi (Imam von Brixen), Hannes Obermair (Historiker) und zwei Schüler unserer Schule.

Die Tagung findet am 13. November von 10.45 Uhr bis ca. 13.00 Uhr im Mehrzwecksaal unserer Schule statt.  Alle Eltern und die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

 

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