Projekte/Lehrausflüge/Lehrausgänge/Lehrfahrten

Bildung zwischen Stabilität und Wandel

„Memorial Day“ am Realgymnasium und der TFO Meran: „Zwischen Kreide und KI“

 

 

Das Podium zum "Memorial Day"

Der 27. Jänner ist der internationale Gedenktag der Befreiung von Auschwitz, Symbol für die systematische Verfolgung und Ermordung von Millionen Menschen durch das NS-Regime. Gedenken bleibe unverzichtbar, betonte RG-Maturantin Charlotte Wiemann Raffeiner: als Auftrag, Verantwortung zu übernehmen, hinzusehen und der Unmenschlichkeit entschieden entgegenzutreten. 
Am Realgymnasium und an der TFO Meran ist dieser Tag seit Jahren mehr als bloße Erinnerung. Er verbindet historisches Bewusstsein mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Heuer stand der Memorial Day unter dem Motto: „Zwischen Kreide und KI – Ist unser Schulsystem noch zeitgemäß?“ Erstmals wurde der Vormittag vollständig von Schülerinnen und Schülern organisiert – ein starkes Zeichen gelebter Mitverantwortung. Den thematischen Rahmen spannte RG-Maturantin Theresa Wolf, die Erinnerungskultur mit den Herausforderungen moderner Bildung verband. 
In kurzen Referaten diskutierten Schülerratsvorsitzender Max Ebensperger, Schulratspräsident Matthias Wolf und Prof. Christian Zelger zentrale Zukunftsfragen des Systems Schule. Ebensperger unterstrich, dass Lehrpersonen durch KI nicht ersetzbar seien: „Empathie und Beziehung sind das Herz guter Schule.“ Gleichzeitig müsse der verantwortungsvolle Umgang mit KI gelernt werden. Prof. Zelger betonte die Bedeutung tragfähiger Beziehungen: Investitionen in Menschen seien nachhaltiger als Investitionen in Technik. „Schule muss Zusammenhalt fördern, Kompetenzen vermitteln und junge Menschen befähigen, selbstbestimmt zu leben,“ ergänzte Matthias Wolf.

Reformieren, neu bauen oder neu erfinden?

 

An 8 Thementischen wurde beraten und diskutiert

Im zweiten Teil arbeiteten Schülerinnen und Schüler an acht thematischen Arbeitstischen. Im Fokus standen unter anderem Unterrichtsorganisation, Leistungsbewertung, Digitalisierung, Lernkultur, Inklusion, mentale Gesundheit und Lernräume der Zukunft. Deutlich wurde: Das Schulsystem braucht einen Innovationsschub. Gefordert wurden mehr Projektarbeit, individuelle Förderung, Mitbestimmung sowie flexible Zeit- und Raumkonzepte. Der klassische 50-Minuten-Takt und starre Stundenpläne wurden ebenso kritisch hinterfragt wie traditionelle Raumkonzepte. Schule, so das Fazit vieler Gruppen, müsse stärker Lebensraum werden – mit sozialen Begegnungszonen, kreativen Lernlandschaften und Rückzugs-, aber auch Bewegungsräume.
Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema: „Schule im 21. Jahrhundert: reformieren, neu bauen oder neu erfinden?“ Unter der Moderation von Prof. Ewald Kontschieder diskutierten Schulratspräsident Matthias Wolf, Schulinspektor Piero Di Benedetto, Direktor David Augscheller, Vizedirektor Josef Prantl, RG-Schülerin Charlotte Wiemann Raffeiner und TFO-Maturant Max Ebensperger. Einigkeit herrschte darüber, dass das Südtiroler Schulsystem keineswegs schlecht sei, jedoch mutige Reformschritte brauche. Schule sei immer nur so gut wie die Menschen, die sie aktiv gestalten. Veränderung müsse daher gemeinsam, dialogisch und mit Offenheit erfolgen. Ein großes Plus: Dieses Mal haben die Schülerinnen und Schüler eindrücklich gezeigt, dass sie mitgestalten und Verantwortung übernehmen können und wollen!

 

 

Die Planungsgruppe vom RG und der TFO

 

Weihnachtsquiz – das sind die GewinnerInnen!

 

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v.l.: Naqiyah Corghi, Sofia Livaldi, Anna-Lena Raich, Jana Haller, Prof. Heidemarie Unterholzner und Vize-Direktor Josef Prantl (es fehlen: Markus Pichler und Amadeus Wenter)

Das Los hat entschieden: Die GewinnerInnen des diesjährigen Bibliotheks-Weihnachtsquiz stehen fest. Die Hauptpreise, je ein Eintrittgutschein bei der Therme Meran, gehen an Jana Haller und Anna-Lena Raich aus der 4B RG. Sie haben alle Orte auf Anhieb erkannt und auch die Fragen rund um die jeweilige Stadt richtig beantwortet. Chapeau! … und herzlichen Glückwunsch!
Auf kleine Anerkennungspreise dürfen sich Naqiyah Corghi, Sofia Livaldi (beide 2A RG), Amadeus Wenter (2B RG) sowie Markus Pichler (4A BW) freuen. Gratulation auch an euch!
Ein herzliches Dankeschön gilt unseren Sponsoren, der Therme Meran und der Firma Loacker.

 


Glücksfee Julia Tartarotti bei der Ziehung der GewinnerInnen

 


Kniffelig: Es galt, die Städte auf den Fotos wiederzuerkennen

 

Aguntum ist nicht Pompeji

Am 5. Juli sind wir, die Klassen RG 1C, 1A und 3C, auf Initiative unserer Lateinlehrperson, Frau Professor Pertoll, nach Österreich gefahren, um dort nahe Lienz die Ruinen der altrömischen Stadt Aguntum zu besichtigen.
Der Tag begann früh morgens mit einer fast dreistündigen Busfahrt zur Ausgrabungsstätte. Dort sahen wir uns ein Video zur Einführung in die Geschichte der Stadt an. Dann wurden wir durch das Gelände und Museum geführt, dabei haben wir erfahren, dass die Stadtmauer damals vor zwei Jahrtausenden noch 7m hoch und 400 m lang war und dass sie gegen Osten hin zweischalig gebaut worden ist.
Sowohl im Macellum als auch im Forum wurden verschiedene Waren verkauft, außerdem diente Letzteres auch als Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Stadt hatte zwei Bürgermeister, hundert Gemeinderäte und höchstens ein paar tausend Einwohner. Aguntum hatte wie üblich eine Therme, deren Hypokaustanlage wir von einem 18 m hohen Aussichtsturm aus betrachten konnten, des Weiteren haben wir auch die Überreste des Atriumhauses bzw. seine Rekonstruktion besichtigt und etwas über das Handwerkerviertel gelernt.
Schließlich wurde uns gesagt, dass Aguntum durch Überfälle und Schlachten während der Völkerwanderung sowie durch Verschüttung von Muren unterging. Weiterhin wird nach Schmuck, Münzen und Überresten von Tier und Mensch gegraben, in den Sommermonaten auch von Studenten als Ferialjob. Den Ausflug beendeten wir mit einem Stadtbummel in Lienz, bis wir schließlich unsere Rückfahrt mit angeregten Gesprächen antraten, es hat uns sehr gefallen.

PS: Stellt Euch vor, schon zur Zeit der Römer wurde das Brettspiel Mühle gespielt.

Nora Schweigkofler und Amy Nilla Sage

Text mit Bildern

Datei als Anhang: 

Projektwoche der 2BRG 2024/25

Eine Woche ohne Handy und Fleisch? Für viele klingt das nach Verzicht – für uns wurde es zu einer überraschend schönen Zeit. Die Idee kam von unserem Klassenvorstand Prof. Trojer: fünf Tage auf einer Selbstversorgerhütte in Zans im Villnösstal auf etwa 1700 Metern Höhe, ohne digitale Ablenkung und mit vegetarischer Ernährung. Ermöglicht wurde das Projekt dank der großartigen Unterstützung unseres Direktors Herrn David Augscheller, dem wir danken möchten.
Herbst- und Maiausflug sowie die geplante Müllsammelaktion wurden in diese Projektwoche integriert. Arbeitsaufträge der Lehrkräfte erledigten wir eigenverantwortlich.
Ein besonderes Highlight war der Sonnenaufgang am Donnerstag: Um 2 Uhr standen wir auf, etwa eine Stunde später starteten wir gen Schlüterhütte auf 2.306 Metern. Nach 1,5 Stunden steilen Aufstiegs in beachtlichem Tempo erreichten wir noch etwas verschlafen, aber in bester Stimmung die Schutzhütte – niemand war im Tal geblieben. Das Wetter (vor allem der kalte Wind) machten den Sonnenaufgang zu einer kleinen Geduldsprobe.
Die Abende ließen wir mit verschiedensten und teils unbekannten Spielen bis tief in die Nacht ausklingen. Die Klasse teilte sich in Kleingruppen, um das Kochen und Abspülen aufzuteilen. Unvergesslich bleiben der Tiramisu der Jungstruppe, den wohl auch ein neugieriger Waschbär probierte – sowie die Burritos am Donnerstagabend.
Am Ende der Woche zogen viele ein positives Fazit: weniger Ablenkung und viel entspanntere Stimmung.

Meeresbiologische Woche 2025

Die Kiesel knirschen unterm Fuß,
die Bucht liegt still, das Wasser klar.
Der Unterricht beginnt mit Gruß –
die Meeresschule liegt ganz nah.

Wir schnorcheln los, die Sicht ist gut,
ein Fisch huscht durch das Felsgestein.
Die Brasse glänzt in Silberflut,
der Spitzkopfschleimfisch bleibt allein.

Wir tauchen ruhig, das Meer wird weit,
die Tierwelt staunt uns offen an.
Was lebt in dieser Tiefe, Breite –
man sieht, wie viel man lernen kann.

Ein Goldschwamm leuchtet ohne Glut,
die Krabben ducken sich geschickt.
Die Schnecke trägt ihr Haus in Flut,
ein kleines Wunder, unbewegt.

Die Algen wiegen sich im Licht,
ihr Aufbau wird uns gut erklärt.
Phytoplankton – Gesicht bei Gesicht –
im Wasser, das uns vieles lehrt.

Wir sammeln Proben, filtern fein,
das Leben tanzt im Röhrenglas.
So klein beginnt die größte Kette –
ein Stoffkreislauf, der alles las.

Im Canyon öffnet sich das Blau,
die Felsen steigen steil empor.
Hier sieht man alles ganz genau –
viel mehr als je zuvor.

Die Fische zeigen sich im Schwarm,
sie gleiten ruhig, doch stets bereit.
Die Farben leuchten weich und warm –
ein stiller Tanz in tiefster Zeit.

Dann plötzlich – Rufe, voller Klang:
Delphine zieh’n durch weites Meer!
Wir schauen, halten fest den Drang –
so nah, so echt, vergisst man schwer.

Zum Schluss – ein Quiz, ein Test für’s Hirn,
wir zeigen, was im Kopf geblieben.
Die Stunde fliegt, der Tag zerrinnt –
doch Wissen bleibt – und Meer – zum Lieben.

So wurde diese eine Woche
zu mehr als nur ein außerschulisch’ Fach.
Was lebt im Meer, wie es da roch –
bleibt in Erinnerung, wach und wach.

Elena²

 

 

Ein RG-Buchprojekt zu Gast im Ostwest-Club

 

Präsentation im Ostwest-Club

Mit einer öffentlichen Präsentation endete ein Buchprojekt der Klasse 2 B RG am letzten Wochenende in der Loggia des Ostwest-Clubs von Meran. Das regelmäßig vom Italienischlehrer Prof. Gianluigi Di Gennaro angeregte und umgesetzte Schreibprojekt bestand im Schreiben von Erzählungen unter dem nachträglich gefundenen Motto „Ombre del destino“.
Es handelt sich dabei um teils Kurzgeschichten ähnliche Ich-Erzählungen, die häufig einen Fantasy-Anteil aufweisen und manchmal überraschende dramatische Wendepunkte. Die 19 Erzählungen der 19 Mitglieder der Klassengemeinschaft wurden seit November verfasst und als Buch gebunden gedruckt.
Bei der Buchpräsentation zeigten die Schülerinnen und Schüler nicht nur, dass es unter ihnen Schreibtalente in der zweiten Sprache gibt, sondern gleich mehrere von ihnen spielten ebenso mit ihren Musikinstrumenten auf – von der Klarinette über Flöte und Violine bis hin zum Klavier. Selbst die Covergestaltung stammte von der Schülerin Sarah Wellenzohn. Das recht große Publikum konnte als Veranstaltungshauptteil einer Kurzlesung aller Schülerinnen und Schüler lauschen. An Ende gab es als Überraschung noch eine Prämierung von Seiten der Schulbibliothek (Jury Greti Khuen, Ewald Kontschieder, Heidi Maffei). Drei Texte wurde als besonders gelungen ex-aequo ausgezeichnet, nämlich

„Gaia“ von Pia Deluca
„Abissi più profondi“ von Jana Turk
„L’illusione dorata“ von Elsa Vandini

Einen Dank gab es am Ende für die Zusammenarbeit für den Ostwest-Club, für den Sonja Steger anwesend war, und einen besonderen Applaus für den Projektleiter Gianluigi Di Gennaro, der die Veranstaltung gekonnt moderierte.
 

Prämierung der drei ausgezeichneten Texten mit (v.l.) Bibliotheksleiter Ewald Kontschieder, Jana Turk, Elsa Vandini, Pia Deluca, Direktor David Augscheller und Bibliothekarin Greti Khuen.

 

Pi Day – rund gelaufen!

Anlässlich des Pi Day am 14. März (abgeleitet von der amerikanischen Datumsschreibweise 3/14) wartete unsere Schulbibliothek mit einer kurzweiligen Aktion auf: Es galt, knifflige Fragen rund um die Zahl Pi zu lösen, sei es in Form von kreativen Wortschöpfungen sowie mathematischen Schätzungen und Berechnungen. Gefragt war außerdem historisches und theoretisches Hintergrundwissen zur berühmten Zahl. Mit Feuereifer wurde gerechnet, getüftelt, gerätselt und in Fachbüchern nachgeschlagen – die Lösungen mussten ohne digitale Hilfsmittel gefunden werden.
Von den eingereichten Fragebögen - in mühevoller Kleinarbeit von Prof. Heidi Unterholzner ausgearbeitet und ausgewertet - waren mehrere Dutzend richtig ausgefüllt, so dass am Ende das Los entschied. Direktor David Augscheller spielte für uns die Glücksfee und Vize-Direktor Josef Prantl überreichte die Preise:

Die Klasse 5AEL darf sich über eine Stunde Spielen in der Bibliothek freuen.
Aeren Vanderidt (4AEL) hat ein Digitalradio-Bauset gewonnen.

Leni Tschöll (2DNW), Elias Covi und Moritz Schwienbacher (2CTFO), Davide Kompatscher und Tiberio Zanatta (3ARG) erhalten je einen Gutschein an der Schulbar.

Wir gratulieren herzlich!

Dritte Auflage des Nachtturniers an der Schule

Am Mittwoch vor den Faschingsferien fand an unserer Schule die zweite Auflage des Nachtturniers statt. In einer ausgelassenen und sportlichen Atmosphäre traten die Schülerinnen und Schüler der Bienniumsklassen in den zwei Disziplinen Fußball und Völkerball gegeneinander an.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich viel Mühe mit ihren Verkleidungen gegeben. Besonders hervorzuheben waren dabei die kreativen Kostüme der "Hello Kitty"-Gruppe, sowie der Retro Divas Mannschaft, die den Preis für die originellsten Outfits abräumte.
In der ersten Runde des Turniers stand der Fußball im Mittelpunkt. Nach packenden Duellen auf dem Spielfeld folgte die zweite Disziplin: Völkerball. Auch hier zeigten alle Spielerinnen und Spieler vollen Einsatz. Bis in die frühen Morgenstunden, genauer gesagt bis zwei Uhr nachts, gab es kaum Ermüdungserscheinungen. Die Teams kämpften unermüdlich um jeden Punkt und sorgten für spannende und actionreiche Stunden.

Die Finalspiele waren bei beiden Disziplinen hart umkämpft, Im Fußball setzte sich am Ende das Team Wilde Kerle durch, während im Völkerball Shiny glitti Hello Kitty den ersten Platz belegte.

Auf den weiteren Rängen folgten:

Fußball:

  • 2. Platz: Alpha Divisio
  • 3. Platz: Shiny glitti Hello Kitti

Völkerball:

  • 2. Platz: die Downies
  • 3. Platz: Alpha Division

Auch nach Ende des Turniers waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihren Schlafsäcken noch nachtaktiv – bis in die Morgenstunden war an Schlaf nicht zu denken.

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